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Mein Arbeitsspektrum

Mein Arbeitsspektrum beinhaltet speziell ausgewählte Behandlungsmethoden und Techniken, die sich in meiner praktischen Tätigkeit als erfolgreich erwiesen haben. Durch gezielte Kombination einzelner Methoden und der Auswahl an Techniken individuell auf den Patienten angepasst, kann ich Ihnen ein erfolgreiches Behandlungskonzept anbieten.

 

Im Folgenden gebe ich Ihnen einen Einblick in die von mir ausgewählten Methoden, welche in meiner Praxis zur Anwendung kommen. Ganz nach dem Motto:

 

„Wenn du weißt, was du tust, kannst du tun, was du willst.“
Moshé Feldenkrais

Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht

Die Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht ist eine neue Behandlungsmethode zur Behandlung von Schmerzen. Sie beruht auf mehr als 25 Jahren Entwicklung und Erfahrung. Während ihrer Arbeit stellten sie fest, dass über 90% aller Schmerzen auf muskuläre-fasziale Verspannungen zurückzuführen sind, welche sich im Gehirn abspeichern. Um die Ursachenbeseitigung und die Behandlung der Schmerzen kümmert sich das speziell entwickelte Konzept von Liebscher und Bracht. Diese Therapie kann ohne Medikamente oder Operationen bei über 90% aller Schmerzen helfen. Sie wird von Seiten des Therapeuten bzw. aktiv durch den Patienten selbst ausschließlich auf natürliche Weise angewendet. Die Therapie wirkt auch, wenn bereits körperliche Schäden vorliegen bzw. oftmals die Diagnose „austherapiert“ im Raum steht.

 

Die Schmerztherapie nach Liebscher-Bracht ist ein völlig neues Denkmodell. Diese Therapie leitet ein Umdenken in der Schmerztherapie ein und betrachtet Ursachen der Schmerzen von einer völlig neuen Seite.

 

Die Schmerzbehandlung nach Liebscher- Bracht beruht auf mehr als 25 Jahren Erfahrung und Weiterentwicklung.
Dr. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht feilten über Jahrzehnte an einem Modell, welches den Schmerzen nicht nur auf den Grund geht, sondern auch nachhaltig vorbeugen kann. Sie entwickelten ein Konzept, welches durch passive sowie aktive Maßnahmen den Patienten aus seinen Schmerzuständen holen und ihn langfristig davon befreien soll.

 

Liebscher-Bracht gehen davon aus, dass die meisten der Schmerzen, unter denen Menschen heute leiden, aufgrund zu hoher muskulär-faszialer Spannungen „geschaltet“ werden. Hierdurch wird der Körper vor strukturellen Schädigungen wie Gelenksdegenerationen (z. B. Arthrose) oder Bandscheibenvorfälle geschützt. Die Methode besteht aus der sogenannten Osteopressur (eine Schmerzpunktpressur) in Verbindung mit den sogenannten Engpassdehnungen, der Bewegungstherapie, sowie einer allgemeinen Gesundheitstherapie, welche die Stoffwechselvorgänge verbessern sollen. Mit der von Liebscher & Bracht entwickelten Osteopressur werden fehlprogrammierte Muskelspannungen „gelöscht“. Die Behandlung erfolgt absolut natürlich mit den Händen des Therapeuten. Über den Druck auf die sogenannten „Alarmschmerzrezeptoren“ werden Schmerzpunkte beeinflusst, die als biologische Informationsschalter zum Gehirn fungieren. Auf diese Weise wird dem festgefahrenen Schmerzzustand entgegengewirkt und das muskulär-fasziale Gleichgewicht verbessert. Durch die Engpassdehnungen nach Liebscher & Bracht, dem Herzstück der Therapie, werden aktive und passive Dehnreize, Kräftigungs- und Ansteuerungsimpulse gesetzt, um die gelöschten Schmerzzustände zu halten. Es handelt sich hierbei um Übungen und Bewegungsformen, die die Effekte der Osteopressur unterstützen. Die Engpassdehnungen sind fester Bestandteil der Therapie und sorgen dafür, dass das Behandlungsergebnis erhalten bleibt bzw. sich noch weiter verbessern kann.

 

Als Patient werden Sie exakt und ausführlich in den Übungen angeleitet, wodurch gewährleistet wird, dass Sie die Übungen auch zuhause leicht durchführen können. Da das Leben uns vor immer neue Herausforderungen stellt, empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen den Behandlungserfolg zu kontrollieren, die entsprechenden Übungen zyklisch durchzuführen und diese den Alltagsbelastungen anzupassen.

 

Das Behandlungsspektrum von Liebscher und Bracht umfasst vor allem die am häufigsten auftretenden Schmerzen: vom Kopfschmerz bis hin zur Migräne, Nackenschmerz, Schiefhals, Nackensteifigkeit, Trigeminusneuralgie, Augenschmerz, Kieferschmerz, Schulterschmerzen wie Impingementsyndrome oder FrozenShoulder, Ellenbogenschmerzen, Tennis- und Golfellenbogen, Sehnenscheidenentzündung, Karpaltunnelsyndrom, Handgelenk- Finger- und Daumenschmerzen, Interkostalneuralgie, Rückenschmerzen entlang der gesamten Wirbelsäule, Morbus Bechterew, Ischialgie, Skoliose, Gleitwirbel, Spinalkanalstenose und vielen mehr. In einem speziell angelegten Schmerzlexikon wird Ihnen geballtes Wissen zu den unterschiedlichsten Schmerzzuständen und Schmerzarten zur Verfügung gestellt. Schlagen Sie einfach mal nach und scheuen Sie sich nicht, uns Fragen zu stellen!

 

90 Prozent der Patienten, die mit der Schmerztherapie nach Liebscher-Bracht behandelt werden, gehen schmerzfrei oder erheblich schmerzärmer nach Hause – ohne Medikamente oder OP. Grundlage für die frappierende Wirksamkeit ist die bereits erwähnte Entdeckung, dass nicht nur Verschleiß oder Schädigung die Schmerzen verursachen, sondern auch muskulär-fasziale Fehlspannungen. Diese führen zu sogenannten Alarmschmerzen, mit denen das Gehirn den Körper vor Schädigungen warnen will. Verspannte, verkürzte Muskeln, wie sie durch einseitige Nutzung entstehen, lösen im Gehirn Reaktionsmuster aus, die sich in der Folge als Schmerz und Blockade in Muskeln und Faszien zeigen. Die Therapie nutzt den Schmerz als Signal und setzt mit Hilfe der speziellen Osteopressur-Technik direkt am Knochen manuelle Impulse. Sie befehlen dem Gehirn, die Bewegungsabläufe in maximaler Geschwindigkeit zu reorganisieren, den Schmerz quasi „loszulassen“ und wieder Raum für optimale Funktions- und Bewegungsfähigkeit zu schaffen.

 

Diese meist zu hohen faszialen Spannungen entstehen durch die heute weit verbreitete unvollständige Nutzung unserer genetisch „eingebauten“ Bewegungsmöglichkeiten. In einem Satz zusammengefasst: Unsere Alltagsbewegung verursacht neben scheinbar sinnlosen Schmerzen eine Lawine von fatalen Folgewirkungen.

 

 

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist eine Behandlungsmethode, die bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates angewendet wird. Ein genaues Abtasten und Einstellen von Gelenken und Körperhaltungen führen zu einer exakten Befundung und Behandlung. Das Ziel der Manuellen Therapie ist es, Fehlfunktionen im Bewegungsapparat ausfindig zu machen und zu beseitigen. Dazu bedient sich die Manuelle Therapie passiver sowie aktiver Techniken, die größtenteils ausschließlich mit der Hand durchgeführt werden.

 

Die Manuelle Therapie (MT) ist ein fester Bestandteil der konservativen Therapie und findet Anwendung bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Vor allem die positive Erfahrung direkt am Patienten bestätigt deren Wirksamkeit und erfährt aufgrund dessen-, positive Resonanz. Die Grundelemente der Manuellen Therapie sind das Palpieren (fühlen, abtasten), das Einstellen von Gelenken und Körperhaltungen zur Befundung und Behandlung und das Behandeln an sich in bestimmten Gelenk- und Körperpositionen. Die Grundtechniken werden ausschließlich mit der Hand durchgeführt, wodurch die Therapie ihren Namen erhält. Abgeleitet von dem Wort “manus“, was Hand bedeutet, erhielt die Behandlungstechnik ihren Namen. So heißt Manual, laut Deutschem Wörterbuch: zur Hand gehörig und manuell: mit der Hand tätig sein. Das Wort Therapie kommt aus dem griechischen „therapeia“ und bedeutet so viel wie Behandlung, Wartung und Pflege.

 

Hinsichtlich der Definition fallen mehrere Techniken unter das Dach der Manuellen Therapie. Auch traditionelle Behandlungen aus mehr als 1000 Jahren vor uns, bedienten sich der Kraft der Hände, um Heilung zu bewirken. Osteopathie, Cyriax, Kaltenborn und Evjenth waren Gründer und deren Therapien aus vergangener Zeit existieren bis heute und entwickelten sich weiter. Dazu kamen unter anderem Maitland, Butler, Gifford und viele mehr, die sich zu dem Oberdach der MT dazu gesellten.

 

Anhand dieses Umfangs an theoretischen und praktischen Behandlungsmethoden ist verständlich, dass sich die Therapie an sich auch ziemlich breit fächert und von Therapeut zu Therapeut unterschiedlich praktiziert wird. Die Grundlage bleibt jedoch dieselbe. Ein Therapeut, der eine der oben genannten Techniken ausüben möchte, bedarf einer Qualifikation, welche im Rahmen einer Prüfung erlangt werden muss. Des Weiteren verlangt es bei jeder Technik einer ausführlichen Befundung und Behandlung. Welche Technik für Sie in Frage kommt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Erkundigen Sie sich nach der angewandten Technik und probieren Sie im Zweifel aus, welche Ihnen am wirksamsten erscheint.

 

Das grundlegende Ziel der Manuellen Therapie ist das Auffinden und Behandeln von Fehlfunktionen am Bewegungsapparat, wie z. B. Instabilitäten, Bewegungseinschränkungen, Schmerzen, Weichteilveränderungen. Im günstigsten Fall soll die normale Funktion des Gelenkes wieder hergestellt werden. Dazu gehören unter anderem auch die Wiederherstellung der Funktion der mit dem Gelenk verbunden Gewebe, wie Muskel, Sehnen, Bänder und dem gesamten faszialen Gewebe.

 

Die Manuelle Therapie wird stetig weiterentwickelt und bedarf einer stetigen Weiterentwicklung des Therapeuten. Anfangs bezog sich die reine Manuelle Therapie hauptsächlich auf das Gelenk selbst. Durch den Fortschritt der Medizin und deren Forschungsergebnisse werden nun mittlerweile alle Strukturen des Menschen miterfasst und in die Behandlung integriert. Diese Behandlungstechnik entwickelt sich stetig weiter.

Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle Massagetechnik und Teil der komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE), welche dazu angewendet wird, Schwellungen (Ödeme) im Gewebe zu beseitigen bzw. den Abtransport der Flüssigkeit anzuregen. Dabei werden spezielle Grifftechniken und Hilfsmittel angewendet, die zum Behandlungserfolg beitragen sollen. Diese Behandlungsmethode bedarf einer guten Zusammenarbeit zwischen Patient, Therapeut, Arzt und Hilfsmittelversorger.

 

Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle Massagetechnik, die Flüssigkeitsansammlungen in den Zellzwischenräumen beeinflusst und dazu beiträgt, diese Flüssigkeit in das Lymphgefäßsystem zu transportieren und darüber abzuleiten. Diese Wirkung wird vermutlich durch Anregung der Pulsation in den kleinen Lymphgefäßen und Einstrom der meist eiweißhaltigen Flüssigkeit erreicht. Die Lymphe wird dann in Körpergebiete abtransportiert, in denen der weitere Abstrom nach zentral funktioniert. Viele Substanzen, wie große Eiweiße, Zellbestandteile, Fette und Bakterien können ausschließlich über das Lymphgefäßsystem abtransportiert werden. Übersteigt die anfallende Menge die Leistungsfähigkeit des Systems, entsteht ein Ödem. Diese Leistungsfähigkeit kann durch genetische Veranlagung, Operationen, Bestrahlungen, Traumata, Verletzungen und Stoffwechselerkrankungen entweder kurzzeitig oder langfristig eingeschränkt sein. In dieser Zeit ist die manuelle Lymphdrainage ein wichtiger Bestandteil der Therapie, um eine effektive, unterstützende Heilung zu gewährleisten sowie Gewebeveränderungen und langfristigen Schäden vorzubeugen. Die Manuelle Lymphdrainage kann durch die Reduktion des Ödems die Situation für das Gewebe und damit für den Patienten deutlich verbessern und eine höhere Lebensqualität bewirken. Die Lymphologie ist eine junge Wissenschaft. Der Beginn der systematisierten Entstauungstherapie liegt erst in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, mit Gründung der ersten Fachgesellschaft. Inzwischen belegen viele wissenschaftliche Studien aus den verschiedensten Bereichen, wie Traumatherapie, Sporttherapie und Krebsnachsorge die Wirksamkeit. Basis für die Qualifizierung zum Lymphtherapeuten ist eine Ausbildung als Physiotherapeut oder Medizinischer Masseur und Bademeister. Die Ausbildung dauert derzeit vier Wochen und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Für eine gute Qualität sind ständige Fortbildung und interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich.

Krankengymnastik

Die Krankengymnastik ist eine passive sowie aktive Therapieform, bei der die Aktivität des Patienten im Vordergrund steht. Durch geeignete Techniken und Übungen soll die Funktion der Beweglichkeit wiederhergestellt werden. Übungen zum Erhalt der Funktionen werden vermittelt und können allein oder in Gruppen durchgeführt werden.

 

Speziell Krankengymnastik ist eine Therapieform zur äußerlichen Anwendung mit der vor allem die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederhergestellt, verbessert oder erhalten werden soll.

 

Die Krankengymnastik ist eine aktive Behandlungsform. Sie nimmt Einfluss auf verkürzte Muskeln und muskuläre Dysbalancen. Diese Strukturveränderungen verursachen erhebliche Schmerzen und können durch gezielte Bewegung, Kräftigung und Dehnung der betroffenen Muskulatur behoben werden. Bei der Durchführung der aktiven Bewegungsübungen wird darauf geachtet, dass die Bewegung physiologisch ausgeführt wird und unphysiologische, die zu negativen Veränderungen am Muskel führen, dauerhaft vermieden werden. Aus diesem Grund sind therapeutische Bewegungsübungen durchaus sinnvoll. Sie unterstützen den Heilungserfolg anderer Behandlungsmethoden und verbessern die physische und psychische Gesundheit maßgeblich. Krankengymnastik sollte nach erfolgreicher Behandlung selbständig weiter durchgeführt werden. Zur Unterstützung kann Krankengymnastik auch in Gruppen wahrgenommen werden. Spezielle Gruppenbehandlungen werden in vielen Praxen angeboten. Die Durchführung der Krankengymnastik richtet sich nach der Symptomatik des Patienten. Grundtechniken sind die Mobilisation von Gelenken und Weichteilen, das funktionelle Üben, die Dehnung verkürzter Muskulatur und die Kräftigung geschwächter Muskelgruppen.

 

Auch Atemübungen sind insbesondere für Atemwegserkrankungen von Bedeutung, haben aber auch auf viele andere Patienten eine entspannende Wirkung, da hier gezielt die Entkrampfung der Atemmuskulatur geübt wird.

 

In der Neurologie findet die Krankengymnastik große Anwendung. Ziel ist es hier, Lähmungen mit speziellen Übungen zu behandeln, die in der Regel nach Bobath oder PNF (Propriozeptive neuromuskuläre Faszilitation) durchgeführt werden. Dies sind spezielle krankengymnastische Techniken, bei denen meistens alltägliche Bewegungsmuster so lange wiederholt werden, bis sich im Gehirn die durch die Lähmungsursache „gelöschten“ Programme neu entwickeln. Für diese Behandlung benötigt ein Physiotherapeut eine Zusatzausbildung.

 

Das Fasziendistorsionsmodell

Was ist das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos (FDM)? Das Fasziendistorsionsmodell, kurz FDM, ist ein Behandlungsmodell zum Auffinden und Behandeln von Schmerzzuständen. Dazu bedient es sich der Schmerzgestik des Patienten. Durch jahrelange Beobachtung konnte Stephan Typaldos wiederholte Schmerzgestiken von Patienten sammeln und geeignete passende Grifftechniken dazu entwickeln. Die angewendeten Grifftechniken finden fast ausschließlich im und um das Faszial- Gewebe herum statt, mit dem Ziel, das Gewebe in seine ursprüngliche physiologische Struktur zurückzuführen.

 

FDM ist ein Behandlungsmodell, das durch geschulte Ärzte und Therapeuten unter spezifischen Gesichtspunkten durchgeführt wird, mit dem Ziel, durch eine genaue Analyse des Beschwerdebildes die optimale Therapie herauszufiltern.

 

FDM hat die Zielführung, das Fasziengewebe mit speziellen Grifftechniken schnellstmöglich zu korrigieren, um Heilungsvorgänge zu beschleunigen und etwaige Chronifizierungen vorzubeugen. Durch richtige Anwendung dieser Technik kann eine schnelle Schmerzreduktion erzielt, die Beweglichkeit verbessert und die Belastbarkeit erhöht werden.

 

Die Grifftechniken werden nach dem Erfinder Stephan Typaldos D.O. selbst benannt und finden sich unter dem Namen Typaldos-Methode, welche dem Original entspricht, wieder.
Das Fasziendistorsionsmodell, kurz FDM, setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen. Die Faszien sind wichtige bindegewebsartige Strukturen, welche den ganzen Körper durchziehen. Die FDM geht davon aus, dass viele Beschwerden ihre Ursachen im Fasziengewebe haben. Durch stetige Weiterentwicklung der Medizinischen Forschung und der zahlreichen Studien auf dem Gebiet der Faszienforschung werden die Gedankengänge der FDM unterstützt und belegt. Unter Distorsionen versteht man grundsätzlich Verdrehungen, Verrenkungen oder Verformungen. Die FDM geht davon aus, dass Schmerzen und Bewegungseinschränkungen durch Fasziendistorsion entstehen. Diese werden durch gezieltes Aufdrehen, mit Hilfe spezieller Techniken, in ihre Normalposition zurückgeführt, um die Schmerzen zu lindern.

 

Stephan Typaldos D.O. stellte durch eine empirische Beobachtung modellhaft die Zusammenhänge zwischen der spezifischen Verformung der Faszien, typischen Befunden und effektiven Behandlungsmöglichkeiten fest. Durch diese Beobachtung ist es ihm gelungen, ein klinisches Modell zu entwickeln, welches eine Diagnosestellung mit maßgeschneiderten Behandlungstechniken ermöglicht.

 

FDM wird z.B. angewendet bei:
Akuten Schmerzzuständen wie: Verstauchungen und Verrenkungen bei Sportverletzungen wie: Zerrungen, Prellungen, Muskelfaserrissen bei lokalen Schmerzen jeder Art an Rücken, Beinen, Armen, Nacken oder Schulter auch Taubheitsgefühle, Parästhesien, Instabilitäten können gut behandelt werden Die Therapie nach dem Fasziendistorsionsmodell erfolgt durch eine eigenständige Diagnosestellung mit daraus resultierenden speziellen Grifftechniken.

 

Durch genaues Betrachten der Schmerzgestik des Patienten können Schlüsse über die Verformung des Fasziengewebes getätigt werden. Anhand einer ausführlichen Anamnese, Untersuchung und Betrachtung von etwaigen Untersuchungen, wie Röntgenbilder und Blutbild, kann bestenfalls eine Zuordnung der Schmerzursache erfolgen.

 

Nachdem mögliche Kontraindikationen ausgeschlossen wurden, erfolgt die eigentliche Behandlung. Mit Hilfe von gezielten Handgriffen wird versucht, das Fasziengewebe in seine Ursprungsform zurückzuführen. Diese Handgriffe erfolgen teilweise mit hohem Druck und beinhalten Punkte, Linien oder auch großflächige Bereiche. Techniken, wie Kompression oder Traktion gehören ebenfalls in Kombination dazu.

 

Nach Anwendung der Techniken kann das Ergebnis sofort beurteilt werden. Bei Verbesserung des Schmerzzustandes wird demnach weiter behandelt. Bleibt der Erfolg hingegen aus, wird die Grifftechnik angepasst und nochmals gefiltert.

 

Die Behandlungskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen bis dato nicht erstattet. Bei einer Privaten- oder Zusatzversicherung ist die Erstattung möglich. Fragen Sie diesbezüglich Ihre Versicherung bzw. sprechen Sie mit Ihrem Therapeuten über anfallende Kosten (in Anlehnung an der EFDMA).

 

 

Wissenswertes für Patienten

Osteopathische Techniken

Die osteopathischen Techniken unterteilen sich nach ihrem Anwendungsgebiet, d. h. am Bewegungsapparat, Skelett oder an den inneren Organen. Sie werden in ihrem Zusammenhang betrachtet und behandelt. Ziel ist es, durch spezielle sanfte Grifftechniken die Harmonie des Körpers wiederherzustellen und den Fluss der Lebensenergie erneut zu gewährleisten.

 

Die Osteopathie ist eine sanfte Medizin für Körper, Geist und Seele.

 

Sie betrachtet den menschlichen Organismus als anatomische und funktionelle Einheit, da alle Gewebe im Körper miteinander verbunden und in dauernder Bewegung sind. Dadurch kann diese Einheit nur harmonisch funktionieren, wenn keine Einschränkungen vorliegen. Kommt es zu Störungen unterschiedlichster Strukturen, kann dies eine Kette von Reaktionen auslösen, die sich in verschiedensten Symptomen äußern. Oftmals sind diese Symptome und deren Herkunft auf den ersten Blick nicht klar zu erkennen und müssen mit dem gestörten Bereich auch nicht im Zusammenhang stehen. Osteopathen arbeiten ausschließlich mit den Händen und bedienen sich keinerlei Medikamente oder Instrumente. Durch jahrelange intensive Ausbildung erspürt dieser Bewegungsstörungen und versucht die natürliche Beweglichkeit mittels verschiedener osteopathischer Techniken wiederherzustellen.

 

Die Osteopathie teilt sich in parietale, viszerale und cranio-sacrale Therapie ein. Die parietale Osteopathie beschäftigt sich mit der Untersuchung und Behandlung des Bewegungsapparats, wie Knochen, Bändern, Gelenken und Muskeln und ist am ehesten mit der so genannten „Manuellen Medizin“, wie z. B. der Chiropraxis vergleichbar.

 

Neben den chiropraktischen Techniken bietet die Osteopathie jedoch viele Möglichkeiten der sanften Korrektur von Gelenkblockaden. In der viszeralen Osteopathie werden die inneren Organe, die Blutgefäße, die Lymphbahnen und das dazugehörige Bindegewebe behandelt. Dieser Bereich der Osteopathie wird aufgrund der neuen Erkenntnisse von den Beziehungen der Organe zum Bewegungsapparat immer wichtiger. Das Cranio-Sacrale System besteht aus dem Schädel, der Wirbelsäule und dem Becken, die das zentrale Nervensystem umgeben. Durch die Cranio-Sacrale Therapie können Störungen in diesen Bereichen ertastet und mit sanftem manuellen Kontakt wieder normalisiert werden.

Kinesio-Taping

Das Kinesio-Taping im Vergleich zum stabilen/festen Tape
Das Kinesio Taping bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, seine körpereigenen Leistungen, Regenerations- und Heilungsprozesse wirkungsvoll zu unterstützen bzw. zu aktivieren. Mit Hilfe der sensorischen Informationen durch das Klebematerial kann der Körper selbstständig oder in Verbindung mit anderen Therapien schneller zurück zu seiner Balance finden. Im Gegensatz zum normalen Tape ist das Besondere an diesem Tape seine Flexibilität.

 

Das normale/stabile Tape ist mechanisch und führt zur funktionellen Immobilisation. Des Weiteren schützt, stützt und entlastet es die Muskulatur und kann somit zu einem zirkulatorischen Stau führen. Allein aus diesen Gründen liegen die Vorteile eindeutig beim flexiblen Klebeband. Immobilisation ist nur in den wenigsten Fällen nötig, auch ist diese Behandlungsmethode fraglich.

 

Ferner ist eine Entlastung der Muskulatur für den weiteren Heilungsverlauf suboptimal. Nicht nur der Stoffwechsel sinkt, sondern auch die Leistung der Muskulatur, sowie die Intrakoordination zwischen den einzelnen Strukturen. Dadurch ist der Heilungsverlauf weitestgehend eingeschränkt, zeitlich in Rückstand geraten und später mühselig wieder aufzuarbeiten. Abgesehen von den Einschnürungen, die ebenfalls Auswirkungen haben können, sind das verbesserungswürdige Punkte, welche beim flexiblen Tape Beachtung gefunden haben.

 

Das flexible Tape unterstützt von vornherein die Sensorik und lässt die volle Beweglichkeit zu. Es schnürt nicht ein und aktiviert über die Muskulatur die Selbstheilungskräfte. Aus diesem Grund setzt es alle negativen Aspekte des festen Tapes außer Kraft. Ebenfalls besitzt es einen hohen Tragekomfort und Akzeptanz bei den Patienten. Das Kinesio Taping gibt Ihnen die Möglichkeit, 24 Stunden Therapie zu betreiben, ohne, dass es Sie in Ihrem Alltag behindert. Partiell können Sie diese Form des Tapings unter bestimmten Umständen selbst anwenden.

 

Vorwort
Viele Patienten, Freizeitsportler, Athleten, und andere Menschen, die in ihrer Bewegung funktionell eingeschränkt sind bzw. kurzfristige, langfristige oder chronische Beschwerden am Bewegungsapparat haben, stellen sich oft die Frage: „ Gibt es nicht eine Möglichkeit, dauerhaft Therapien zu bekommen, nicht nur 1-3 mal die Woche über 20 Minuten?“, „Gibt es eine Therapie, die mich nicht in meinen alltäglichen Bewegungen und Aktivitäten einschränkt?“, „Gibt es eine Therapie, die ich nach Aufklärung auch prophylaktisch selbstständig ausführen kann?“. Diese Gedanken machen sich viele Patienten, nicht nur jene, die sich krankheitsbedingt damit auseinandersetzen. Wie bereits erwähnt, auch Freizeit- oder Leistungssportler suchen nach Möglichkeiten, ihre muskulären Probleme bzw. Gelenkbeschwerden in den Griff zu bekommen, ohne Einschränkungen hinzunehmen. „Kinesio Taping“ wäre eine entsprechende Alternative. Historische Entwicklung des Kinesio Taping mit seinen Einflüssen bis Heute Entwickelt wurde das Kinesio Taping Ende der 70er Jahre vom japanischen Chiropraktiker und Kinesiologen Dr. Kenzo Kase. Der Ursprung seiner Idee ist in einzelnen Literaturen sehr unterschiedlich beschrieben. Eine These sei, dass er sich die Frage stelle, warum er immer wieder einrenken müsse und ob es nicht eine sanftere Methode gäbe (Sielmann, Christiansen, 2004, S.12).

 

Die ersten funktionellen Verbände kamen mit Pendleten Gibney auf den Markt, der Gibney-Verband. Mit dieser Technik und dem dazugehörigen Material konnte erstmalig zielgerichtet immobilisiert werden. Diesen Verband gibt es auch heute noch in seinen unterschiedlichsten Modifikationen. Erweitert wurde dieser 1879 durch E. Bender. Mittels seiner textilelastischen Binde konnte man nun eine allumfassende funktionelle Versorgung verwirklichen. Diese waren allerdings noch nicht vollständig ausgereift. Aufgrund der immer größeren Palette an Sportarten, sowie die steigende Belastung und Verletzungsgefahr durch Extremsportarten, kam dieses Material an seine Grenzen. Infolge dessen entstand das Taping, welches sich bis heute an die veränderten Belastungen anpasst und unter der Verbesserung der Materialien weiterentwickelt. Der Begriff Taping kommt aus den USA und wurde abgeleitet vom amerikanischen Wort „adhesive tape“, was soviel wie „Verbandspflaster“ heißt.

 

Je nach Material wird Taping auch unter dem Begriff „Funktionelle Verbände“ gebraucht. Mit Hilfe des Taping soll ein physiologisches Gleichgewicht zwischen Stabilität und Mobilität erreicht werden. Es soll verletzte, gefährdete oder gestörte Funktionseinheiten stützen, schützen und entlasten, indem es eine funktionelle Beweglichkeit im schmerzfreien Raum zulässt und extreme Bewegungen verhindert. (Montag, Assmussen, 1993, S. 12-15).

 

Zunächst verwendete Dr. Kenzo Kase ein Sport-Tape aus Amerika. Obwohl er gute Ergebnisse in der Stabilisation erzielte, kam es immer wieder zu erhöhtem Druck und damit verbundenen Schmerzen. (Sielmann, Christiansen, 2004, S.12).
Der Heilungsprozess war nicht förderlich und durch das undehnbare Material wurden sogar teilweise Blockaden ausgelöst. Somit war für ihn ersichtlich, dass maßgeblich die Muskulatur an der Heilung beteiligt ist. Er versuchte demnach ein Band zu entwickeln, welches elastisch ist und mit jeder Bewegung der betreffenden Körperabschnitte eine Massage verabreicht, wodurch der Blut- und Lymphfluss angeregt wird. Demnach entstand der von ihm verwendete Begriff Kinesio Taping, abgeleitet von der Kinesiologie, in welcher im altgriechischen „kinesis“ so viel wie „Bewegung“ bedeutet, und Tape aus dem englischen für „(Klebe-) Band“ (Sielmann, 2009, S.14) steht.

 

Im Laufe der Zeit eigneten sich viele Mediziner, Wissenschaftler und Therapeuten diese Behandlungsmethode an. Das erste Mal kam das Kinesio-Tape 1996 durch den Fußballer Alfred Nejhaus nach Europa und erfuhr seitdem einige Modifikationen. Durch Erweiterungen von Behandlungsindikationen, Techniken und Materialveränderungen ist das reine Kinesio Taping nur noch selten zu finden, da sich die Weiterentwicklungen abgrenzen müssen und aus diesem Grund einen anderen Namen erhielten. Einige Modifikationen stellen das flexible Taping, Medi-Taping, Aku-Taping, Dolo-Taping und Memory-Tape dar, um einige von ihnen zu nennen. Ohne Frage existieren verschiedene Anbieter von Klebebändern, wie zum Beispiel Pinofit Physiotapes, mediAID KinesioTape, K-Active, Kindmax K Sporttapes, Sarasa und Kinesiotex TEX, welche sich durch enormen Wettbewerb am Markt profilieren wollen.

 

Aufbau des Kinesio Taping
Die Außenseite des Tapes besteht aus reiner Baumwolle, die Klebefläche aus 100% Acryl. Es enthält keine Latexbestandteile, wodurch die Gefahr von Allergien oder Hautunverträglichkeiten reduziert wird. Das Band hat eine Eigenelastizität von 10% und kann hauptsächlich in Längsrichtung bis auf 140% gedehnt werden. Zudem zeichnet sich das Tape durch Luftdurchlässigkeit und Wasserundurchlässigkeit aus, insofern kann man baden, duschen und schwitzen, ohne dass die Wirkung des Tapes beeinflusst wird. Die Luftdurchlässigkeit entsteht durch die wellenförmige Auftragung des Klebers, demzufolge kann die Haut uneingeschränkt weiteratmen, -wachsen und sich weiterentwickeln. Der Acrylkleber ist thermoplastisch, das heißt er wird durch Wärme aktiviert. Die Belastung der behandelten Muskulatur sollte nicht eher als 30 Minuten nach Aufbringen des Tapes erfolgen. (Klingschat, Boss, 2008, S.7).

 

Wirkung der Farben
Angeboten wird das Tape in verschiedensten Farben, von denen die gebräuchlichsten hautfarben, rot, blau, gelb und schwarz sind. Welche Farbe welche Wirkungsweise besitzt, kann bis heute noch nicht eindeutig geklärt werden, jedoch gibt es verschiedene Ansätze, die auf eine Erklärung hindeuten. Fakt ist, dass die Beschichtung des Acrylklebers identisch ist, nur die Farbe des Baumwollstoffes ist unterschiedlich. Dennoch haben diese unterschiedliche Wirkungen und Empfindungen in der Praxis. Es ist nachgewiesen, dass die Bestrahlung mit Farben Blutdruck und Pulsfrequenz verändern kann. Solche Beobachtung kennen wir aus der Lichttherapie. Farben sind nichts Anderes als verschiedene Wellenlängen von Licht. Treffen sie auf die Netzhaut, erzeugen sie den Eindruck einer bestimmten Farbe. Dasselbe geschieht auf der Haut. Nach Auftreffen der Wellen entfalten diese hier eine bestimmte Wirkung. Hautfarbene Tapes haben eine neutrale Wirkung und werden lediglich gewählt, wenn eine lymphatische Massage erfolgen soll. Rote Tapes haben die größte energetische Wirkung, sie werden vor allem bei chronischen Muskelproblemen sowie allgemeinen chronischen Beschwerden angewandt, aber auch bei Migräne und Tinitus. Blaue Tapes haben eine kühlende Wirkung, entziehen Energie und regulieren den Zustand, folglich findet diese vor allem bei akuten Schmerzuständen Anwendung. Dem gelben Tape wird ein Effekt der Harmonie nachgesagt, es kann also einen Energiemangel, sowie Energieüberschuss ausgleichen. In einigen Zeitschriften wird das gelbe Tape auch dem Lymphtape gleichgesetzt bzw. als solches bezeichnet (Sielmann, 2009, S.16-19).

 

Die Wirkung des Kinesio Taping
Die Wirkung der Farben sowie die des Tapes sind derzeit nicht vollständig erklärt, dennoch gibt es zahlreiche Ansätze, die sich mit der Wirkung auseinandersetzen. Auf dem Gebiet der Schmerzausbreitung und -verarbeitung gibt es wiederum nicht ausreichende Kenntnisse, um die schnelle Schmerzfreiheit zu erklären. Das Tape beeinflusst offensichtlich dennoch folgende Bereiche: Hautsensoren, Schmerzrezeptoren, Meridiane und Akupunkturpunkte, Muskelansätze und Muskeln, Gelenkfunktionen, zirkulatorisches System, Faszien und Kapseln, Narbengewebe und das viszerale System. Die Grundwirkung des Tapes für Hautsensoren, Schmerzrezeptoren, zirkulatorisches System und Muskeln ist wie folgt zu erklären. Mithilfe des Tapes kommt es zu einem stärkeren Zusammenziehen der Haut, auf diese Weise schlägt das Tape mit der Haut Wellen. Die Haut wird in all ihren Schichten bis zur Muskulatur abgehoben und schafft in diesem Gebiet eine bessere Durchblutung sowie einen besseren Abfluss von Lymphflüssigkeit, was zu einem vermehrten Abbau von Schmerzhormonen führt. Wie Herr Sielmann in einem seiner Bücher berichtet, werde an vielen Universitäten geforscht, um eine Lösung für die schnelle Schmerzreduzierung zu finden (Sielmann, Christiansen, 2004, S. 18). Mit fundiertem Wissen in der Akupunktur und Meridianbehandlung mithilfe des Tapes ist in geraumer zeit zu rechnen, da das Vordringen dieser Art der Therapie in die westlichen Regionen schleppend erfolgt. Man kann bisher nur von guten Erfolgen berichten, allerdings die Wirkung nicht erklären. Die Gelenkfunktion wird beeinflusst durch die schnelle schmerzfreie Rückkehr zur Bewegung. Im Gegensatz zum starren Tape kommt es zu keiner Einschnürung des zu versorgenden Bereichs. Das flexible Tape ist dem Körper angepasst und stört folglich nicht seine Bewegung. Durch die schnelle Schmerzreduktion, die das Tape hervorruft, ist die Beweglichkeit in Kürze wiederhergestellt und demnach sind die Grundvoraussetzungen für einen optimalen Stoffwechsel der Gelenkkapsel und des Knorpelaufbaus geschaffen.

 

Nicht zu vergessen die freibewegliche Muskulatur, die ihren Beitrag durch Be- und Entlastung zur Stoffwechselaktivierung leistet. Es wird angenommen, dass das Tape bei viszeralen Narben und Faszienproblemen positiven Einfluss nimmt. Eine Erklärung gibt es alllerdings dafür noch nicht. Bisher sind ausschließlich Erfolge in der Praxis Grundlage für diese Annahme (Sielmann, Christiansen, 2004, S. 21ff).

 

Anwendungsgebiete für das flexible Taping
Generell findet das Tape in vielen Einsatzbereichen Anwendung. In der Sportphysiotherapie, Sporttraumatologie, Lymphologie, Neurologie, Schmerzmanagement und in der Gynäkologie. Geklebt wird immer unter Berücksichtigung des Befundes, nicht ausschließlich nach Krankheitsbild. Kontraindikation für das Taping gibt es nach heutigem Wissensstand nicht, dennoch können Nebenwirkungen in Form von Hautreaktionen wie Rötung, Quaddeln oder ein gesteigertes Vegetativum, welches sich durch Kreislaufschwäche oder übermäßiges Schwitzen äußert, auftreten. Das Tape findet Verwendung in den verschiedenen Einsatzbereichen oder an den verschiedensten Körperstellen. Überall, wo sich Muskeln oder Gelenke befinden, kann das Tape durch korrektes Anlegen seine Wirkung entfalten. Bei allen WS-Syndromen, Insertionstendopathien, muskulären Dysbalancen, Traumen, Arthrosen, Skoliosen, Kopfschmerzsyndromen, sowie nach Hüftendoprothese, Kreuzband-Op, Hallux-Valgus, oder auch Apoplex, MS und periphere Läsionen, findet das Tape Anwendung. (Klingschat,Boss, 2008, S. 3).

Ernährungsberatung

Die Ernährung ist ein ganz entscheidender Punkt im Hinblick auf unsere Gesundheit und insbesondere im Bezug auf Schmerzen.

 

Unter Ernährung verstehen wir alles, was wir in jeglicher Form unserem Körper zuführen. Unabhängig von unserer genetischen Disposition, Herkunft oder Verträglichkeiten von gewissen Lebensmitteln gibt es Ernährungsgrundlagen, welche gesundheitsfördernd bzw. gesundheitsschädigend sind. Viele heute existierende Studien zeigen Zusammenhänge zwischen der Ernährung und bestimmten Krankheitsbildern.

 

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass mit der modernen, schnellen Herstellung von Lebensmitteln viele Erkrankungen, wie z. B. Bluthochdruck, Zuckererkrankungen, Gefäßerkrankungen usw. einhergehen.
Viele der heutigen Generationserkrankungen kamen vor vielen Jahren nicht oder nur in Ausnahmefällen vor. Durch das Erzeugen von langer Haltbarkeit der Lebensmittel, durch die Förderung von schnellem Wachstum an Rohstoffen und die Beigabe zahlreicher Geschmacksverstärker gehen viele wichtige Grundnährstoffe verloren und unnötige gesundheitsschädigende Stoffe gelangen in den Körper. Für diese Art von Ernährung ist unser Körper evolutionsbedingt nicht geeignet und zeigt uns dies über verschiedene Beschwerden nach außen. Eine ausgewogene Ernährung auf Basis natürlicher Stoffe steht nicht grundsätzlich im Mittelpunkt unserer Gesellschaft und ist folglich fatal für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Ihr Wohlempfinden beginnt auf Zellebene. Alles, was Sie Ihrem Körper zuführen, führt zu einer guten Funktion Ihrer Stoffwechsel oder blockiert diese. Werden Ihre eigenen Stoffwechselvorgänge dauerhaft durch unzureichende und schlechte Ernährung gestört, kann Ihr Körper nur wenige Heilungsvorgänge in Gang setzen. Daraus folgen über einen langen Zeitraum viele Beschwerden, welche sich nur schwer lokalisieren lassen und bei denen vorwiegend keine eindeutige Ursache mehr erkennbar ist.

 

Gerne gebe ich Ihnen ein Überblick, auf welche Nahrungsmittel Sie achtgeben sollten.

Weitere Behandlungsmaßnahmen

Beratung
Ich biete ihnen telefonisch bzw. bei mir in der Praxis ein unverbindliches Beratungsgespräch. Mit diesem möchte ich Sie zu bestimmten Handlungen animieren und Ihnen nahelegen, ungünstige Handlungen zu vermeiden. Ich zeige Ihnen Möglichkeiten auf, wie Sie Ihr Problem lösen können oder empfehle Ihnen spezialisierte Kollegen.

 

Kältetherapie/Wärmetherapie
Im Zusammenhang mit Schmerztherapie ist die Thermotherapie unverzichtbar, die richtige Anwendung ist allerdings sehr wichtig. Kälte- oder Wärmetherapie können bei korrekter Anwendung die betreffenden Organe positiv beeinflussen. Bei einem Trauma und akuten Entzündungen wird vorzugsweise Kälte angewendet, wohingegen bei chronischen Entzündungen und Entzündungen von Schleimhäuten sowie bei Muskelverspannungen entsprechend Wärme angewendet wird. Wärme hat zur Folge, dass sich der Muskeltonus senkt, also entspannt, die Durchblutung durch Gefäßweitstellung zunimmt und sich dadurch die Schmerzen mindern. Mögliche Anwendungen sind direkte Wärmeapplikation wie, Fango, Moor, Körnerkissen, Wärmekissen, Capsaicin enthaltenden Trägerstoff wie, Pflaster, Salben, Munari-Packungen oder Infrarotstrahlung wie, Heizlampen, Rotlichtlampen oder Infrarotwärmekabinen. Kälte bewirkt hingegen eine erhöhte Wachsamkeit. Der Muskeltonus, also die Spannung, nimmt zu, die Durchblutung wird durch Gefäßengstellung gemindert, infolge dessen werden Schmerzen reduziert. Wichtig ist es hier, darauf zu achten, Unterkühlung zu vermeiden, diese würde zu einer Mehrdurchblutung führen und so dem eigentlich gewünschten Effekt entgegenwirken. Gerne berate ich Sie zu dieser Thematik.

 

Bewegungstherapie
Unter Bewegungstherapie findet man heute zahlreiche Begriffsdefinitionen und Angebote. Früher wurde Bewegungstherapie ärztlich indiziert und Bewegung verordnet, die im Anschluss von Therapeuten geplant und durchgeführt wurde. In Absprache mit dem Patienten erfolgte die Entscheidung für eine Einzel- oder Gruppentherapie. Leider ist die aktuelle Bewegungstherapie nicht mehr ausschließlich therapeutisch ausgerichtet und wird oftmals von anderen Einrichtungen und Branchen mitverwendet. Die Bewegungstherapie unterscheidet sich in der heutigen Zeit vor allem in präventiver Bewegungstherapie, um Erkrankung vorzubeugen bzw. durch körperliche Fitness ein höheres Gesundheitsbewusstsein zu erlangen oder rehabilitativ, d. h. um vorhandene Beschwerden oder Schäden zu therapieren und den Patienten durch therapeutische Bewegung bestmöglich in sein alltägliches Leben zurückzuführen. Aber Vorsicht: Es gibt zahlreiche Bewegungsangebote, deren Wirkung teilweise nicht evidenzbasiert nachgewiesen wird, die dennoch im Rahmen der Sporttherapie angewandt wird. Viele Fitnessstudios neigen oftmals dazu, gesundheitsorientierte Fitness anzubieten, wobei es allerdings oftmals an spezifischem therapeutischem Wissen fehlt. Wichtig ist es, zu unterscheiden, ob ein Krankheitsbild zugrunde liegt oder ob es sich um rein präventive gesundheitsfördernde Maßnahmen handelt. Im Falle eines vorhandenen Schmerzes oder einer Bewegungseinschränkung bedarf es fachlicher Abklärung, das bedeutet, eine Behandlung aufgrund von Krankheit darf ausschließlich von ausgebildetem Personal durchgeführt werden, bzw. bedarf vorheriger Begutachtung. Die Folgen können andernfalls erheblich sein. Bitte informieren Sie sich ausgiebig über die geplante Therapie und scheuen Sie sich nicht, kritisch zu hinterfragen, ob diese für Sie momentan die geeignete ist.
Gerne stehe ich Ihnen mit meinem Rat zur Seite.

 

Tipps und Tricks
Viele meiner Klienten sind sich noch nicht darüber im Klaren, dass sie selbst den größten Anteil für ihre Gesundheit beisteuern können, dass sie selbst in der Lage sind, für ihr eigenes Wohlwollen und Beschwerdefreiheit zu sorgen. Wenn wir es schaffen, dieses Verständnis zu entwickeln, dann sehen Sie vieles anders und können in Zukunft viel früher agieren, sobald sich Unzufriedenheit oder Beschwerden auftun. Sie können aber auch durch gezieltes Training Ihrer persönlichen Wahrnehmung, indem Sie achtsamer mit sich umgehen, das Eintreten von Beschwerden oder Unzufriedenheiten verhindern, bevor sie entstehen. Gerne gebe ich Ihnen Hilfestellung und verrate Ihnen Tipps und Tricks wie Sie es schaffen, dass für Sie bestmöglichste zu tun, um das nötige Verständnis für sich zu entwickeln und Ihre Beschwerden zu verstehen.

 

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